Mittwoch, 13. August 2014

Fotokomplexe, Fotoqualität und Blogger mit über-realen Fotos

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mit einer eher simplen Kamera Fotos für meinen Blog mache und nicht selten habe ich mich ein wenig geärgert, dass ich deswegen manche Sachen nicht so gut ablichten kann und dass eine richtig geile Kamera schon was feines wäre (mit Objektiven und Lichtquellen und allem Pipapo).

Gerade bin ich dabei einige meiner neuen Paletten abzulichten und ich komme dabei merklich an die Grenzen der Kamera. Natürlich könnte ich die Hölle aus meinen Fotos photoshoppen, aber das verfälscht meiner Meinung nach die Bilder und bringt letztlich ja auch keinem was.

Um mich ein wenig abzulenken und Inspiration zu tanken, schaute ich kurzerhand auf andere Blogs, die die gleiche Palette vorgestellt haben und war teilweise geschockt wie anders die Farben jeweils rauskamen. Das war definitiv nicht das Produkt, das da vor mir lag.
Beim hin und her schauen zwischen Bildschirm und Palette wurde mir fast schwindelig. Vielleicht ist meine Realität ja einfach unnormal schlecht ausgeleuchtet und nicht farbecht?

Den Wunsch nach neuem Equipment lege ich damit erst einmal ad adcta. Ich fotografiere lieber mit gutem Gewissen das was ich wirklich sehe, als überbrilliante Produktfotos zu schießen, die unnötig viele Leute verleiten, etwas zu kaufen, von dem sie hinterher enttäuscht sind.


Das sieht vielleicht nicht so gut aus, aber das ist gut so.

Wie seht ihr das?


Edit: Das passt gerade super zum Thema (x). Allerdings finde ich die Überschrift "mutige Bloggerin" fragwürdig.

Kommentare:

  1. Da stimme ich dir zu. Weniger ist mehr.
    Entweder ich mache gleich gute Fotos und muss die dann nachher auch nicht mehr photoshopen oder ich lass es gleich.
    Manche machen da ja schon ne Wissenschaft draus.
    Klar, manchmal siehts toll aus, wenn da ein schicker Filter drüber gelegt wird, aber es sollte dann auch als solches erkennbar sein und nicht das Produkt oder die Sache verfälschen bzw. was falsches vermitteln!

    Liebe Grüße

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    1. Ich bin in letzter Zeit sehr kritisch geworden, was die Produktfotos von einigen Leuten angeht. Ich glaube die Bloggerszene verändert sich gerade stark, es gibt doch schon viele "professionelle", die mehr zu einem werbendem Hochglanzmagazin geworden sind, als dass sie ehrliche Meinungen (und Farben) wiedergeben.

      liebe Grüße~

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  2. Ich stimme dir da auch zu. Ich bin zwar Photoshop-Fan insofern, dass ich finde, dass das Programm einfach eine HAMMER Leistung von Adobe ist und furchtbar intelligent und quasi einfach alles möglich ist. Aber fürs Bloggen nutze ich Photoshop kaum, nur zum besseren Zuschneiden und manchmal noch ein bisschen wegen der Belichtung - das klappt mit meiner Camera leider nie so gut. Aber wie du schon sagst, man sollte ja auf den Fotos möglichst originalgetreu alles abbilden und nicht durch Photoshop alles verfälschen. Das ganze Bearbeiten sollte im Rahmen bleiben, das Produkt so abbilden, wie es wirklich ist, damit es auch den Zweck eines Blogs erfüllen kann. Die Werbebilder findet man ja überall - man möchte sich ja auf dem Blog informieren wie das Produkt wirklich ist und ob die Firmen ihre Versprechen halten. Also nur weiter so :) Wir wollen deine echten Fotos! :D

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    1. Ich muss mich da auch als Photoshop Fan outen. Es macht auch echt Spaß da so ein wenig herum zuprobieren und zu schauen was es da alles gibt, aber wenn man das fast selbstverständlich für die eigenen Fotos verwendet, sollte man sich echt Gedanken machen, ob man nicht lieber mit bloggen aufhören sollte und dafür lieber bei einer Illustrierten arbeitet (siehe Link oben).

      Danke für den lieben Kommentar! :3

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  3. Ein sehr schöner Beitrag mit Gedanken, die mir aus der Seele sprechen!!
    Meine kleine Meinung dazu ist ja, daß die Qualität der Fotos mehr am Fotografen liegt als an der Ausrüstung:L klar, scharf stellen sollte man mit dem Teilchen schon können und Makromodus ist was Feines als Beautyblogger, aber wer kein Auge für schöne Dinge hat, wird auch mit dem teuersten Equipement keine guten Fotos machen.. in dem Sinne: mach dir keine Gedanken :)
    Ehrlichkeit ist bei dem Thema auch wichtiger als Pixel-Größe: ich schreib immer dazu, wenn ich es nicht hinbekommen habe, dann weiß jeder "Ok, der Lack ist hier leider NICHT farbecht und darauf darf ich mich beim möglichen Kauf also nicht verlassen". Und du schreibst uns ja immer alle schonungslosen Beobachtungen mit dazu, deswegen vertraue ich deinen Bildern und Berichten mehr als so manchem Hochglanzblog (ja, ich finde die Professionalisierung auch einschüchternd!).

    Bei Swatches mache ich immer alles in natürlichem Tageslicht und bearbeite NIX und gebe dann lieber zwei bis drei Varianten mit in meinen Bericht (Sonnenlicht, Schatten, Tageslicht, etc.), so daß jeder sich sein eigenes Bild machen kann--- ist mir lieber, als nur EIN bearbeitetes Bild zu posten und unkommentiert als die ultimative Wahrheit zu verkaufen!!

    Ich finde, mit natürlichem Licht, einem weißen Hintergrund und nah-rangehen können auch gute Fotos ohne teure Objektive entstehen. Bleib, wie du bist, bitte :-)


    LG!

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    1. Danke dir!! Für uns kleine Blogger ist das schon etwas worüber man sich Gedanken macht...eine bestimmte Fotoqualität scheint Standard zu sein und auch wenn man Berichte von Events mit diversen Bloggern sieht, hat da jeder ne Paparazzi Kamera in der Hand. Ich würde mir sicher merkwürdig deplatziert mit meiner kleinen Digicam vorkommen (könnte sogar sein, dass ich so eingeschüchter wäre, dass ich die Kamera gar nicht rausholen würde).
      Man hat da schon das Gefühl, dass man ein gutes Equipment haben sollte, aber wie du schon sagst - unsere kleinen Fotoapparate bilden ja letztlich die Realität ab, mit natürlichem Tageslicht und nicht mit Lichtbox.

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  4. Gut so!
    Habe schon öfters Produkte gekauft, weil mich Bilder fehlgeleitet haben und weiss inzwischen, bei welchen Bloggern ich auf die Farben vertrauen kann - und bei welchen eben nicht.

    Für mehr Ehrlichkeit!

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    1. Sehe ich auch so! Selbst bei solchen Institutionen wie Temptalia frage ich mich manchmal wie solche Farben dabei heraus kommen, wenn ich die selben Lidschatten habe, aber nicht einmal annähernd schillernde Farben erscheinen.
      Für Leser ist das mehr als irritierend, vor allem wenn man sich dann doch mal entschließt in ein etwas teureres Produkt zu investieren.

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  5. Ab und zu bekomme ich auch Komplexe wegen meiner vergleichsweise schlechten Bilder, doch dann erinnere ich mich selbst, dass es ein Hobby ist und kein Magazin, in dem auch alles stimmig und möglichst perfekt sein muss. Mit der Anschaffung einer Profi Ausrüstung fange ich gar nicht erst an.

    Es ist schön, wenn Blogs sehr professionell gestaltet werden, manchmal liest man so etwas einfach gerne aber ich fühle mich dadurch nicht unbedingt unter Druck, gleich zu ziehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht unbedingt viele Bilder poste. Oder weil ich einfach weiß, dass ich gar nicht die Zeit und auch nicht die Photoshop- und Fotografiekenntnisse hätte, gleich zu ziehen.

    Ich finde nicht, dass du dich davon beeindrucken und unter Druck setzen lassen musst - ich mag deinen Blog auch so verdammt gern und bin damit nicht allein.

    Viele Grüße von einer unprofessionellen Bloggerin an die andere,

    Apfelkern

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    1. Direkt unter Druck setzen lasse ich mich (hoffentlich) nicht, aber irgendwie scheint es wirklich Standard geworden zu sein eine bestimmte Ausrüstung als (Beauty/Fashion) Blogger zu haben. Ich will gar nicht wissen wie viele Blogger sich eigens für ihr Hobby - den Blog - eine teure Spiegelreflex gekauft haben um damit ausschließlich Produkte zu fotografieren... mich wundert etwas, dass das noch nicht von den Firmen anvisiert wurde. Immerhin hat ja gefühlt mittlerweile jeder einen Blog.

      unprofessionelle Grüße zurück! ;)

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