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Mittwoch, 3. Februar 2016

von ungleichen Körperhälften und guten Vorsätzen

Ich habe mich endlich überwunden und meinen Kleiderschrank aufgeräumt - also eigentlich wollte ich rigoros ausmisten, den Bestand reduzieren und überhaupt mal wieder einen Überblick bekommen, was ich so habe.
Letztlich habe ich aber nichts wegwerfen können und es blieb beim fein säuberlichem Falten und Sortieren. Wenigsten etwas, denn so bekomme ich wenigstens die Türen wieder zu.

Eines hat mich allerdings erstaunt: in meinem Schrank habe ich drei Bikini-Höschen zu Tage gefördert; alle drei komplett neu, mit Schild und diesem "Körpersekret-Sticker". Das hatte ich wirklich nicht im Blick gehabt. Und dann stellte sich unweigerlich die Frage, warum ich überhaupt so viele Komplettbikinis (also Ober- und Unterteil im Set) gekauft habe, denn mein Arsch war schon immer in einer höheren Gewichtsklasse, als mein Busen. Sets funktionieren da einfach nicht.
Ehrgeizige könnten sich jetzt das Ziel setzen da durch viel Sport reinpassen zu wollen (oder auch zu müssen), aber ich will einfach nur in der Lage sein wassertaugliche Kleidung kaufen zu können, in die ich gleich passe.

Mix-and-Match Serien könnten eine Alternative sein, aber ehrlich gesagt sehen die oft einfach zu schlicht aus oder wollen durch ihre Schnitte von Haus aus kaschieren (was auch selten wirklich schön ist).

Und gibt es überhaupt Mädels da draußen, die perfekt in einen Bikini passen? Ohne Schlackern am Oberteil oder Kneifen am Slip? Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte einfach, dass die Mehrheit wohl eher einen ungenormten Körper hat und immer nur in ein Teil perfekt passt und das Zweite immer eine Art Kompromiss ist, der weniger angenehm sitzt.

First World Problems deluxe.

Mittwoch, 25. November 2015

Vor-Neujahrsvorsätze und meine komplette Schminksammlung

Ich habe entschlossen meiner Schminksammlungs mehr Platz in meinem Zimmer zu geben. Das klingt vielleicht etwas komisch, aber, die wenigen, die von Anfang an hier mitlesen, werden sich erinnern, dass ich von anfang an beschlossen hatte, dass mein ganzes Make-up immer in meine extra dafür vorgesehene Schminktasche muss (Beweisfoto), damit die ganze Sache nie ausartet.

Das hat es mir sicher leichter gemacht nicht komplett über die Stränge zu schlagen, aber es hat die ganze Sache auch ziemlich unübersichtlich gemacht, denn wie bei einer handelsüblichen Handtasche, rutschten einige Dinge in die tiefsten Abgründe und wurden (ich gebs ungern zu) auch mal ein Jahr lang vergessen.
Ja, in meiner kleinen Sammlung habe ich Sachen oft schlichtweg übersehen, vergessen und manchmal auch vermisst und verzweifelt gesucht. Das kanns ja auch nicht wirklich sein oder?

Deswegen habe ich ein ganzes Schrankfach leergeräumt und den Inhalt meiner Kosmetiktasche darauf verstreut - ich musste unweigerlich an Hermines "unendliche Weiten" Tasche denken - und ich war baff wieviel es doch geworden ist. So ausgebreitet habe ich gleich einiges wieder entdeckt, zum weggeben aussortiert oder endlich weggeschmissen.
Sehr therapeutisch und sehr befreiend kann ich euch sagen.

Nebenbei habe ich mich auch gleich durch ein paar Produkte geswatcht und richtig Lust bekommen mir meine neue Schminkecke so zu arrangieren, dass ich immer auf jedes Produkt zugreifen kann ohne herumschlichten. Quasi mein eigenes Schaufensterdisplay.

Nach fünf Jahren mit meiner beschränkten Kosmetikhaltung, denke ich dass es sogar noch einfacher ist, seine Schminkkäufe im Zaun zu halten, wenn man nicht sofort alles in angestaute Plätze, seien es Schubladen, Schachteln oder Taschen, verpackt, denn "aus den Augen, aus dem Sinn" trifft leider auch für geliebte Kosmetika zu (und im Gegensatz zu Wein, wird die im Alter nicht besser).

Und noch eins wird sich definitiv ändern (neben dem noch bewussterem Einkaufen), ich will (hoffentlich halte ich es durch) meine Sachen besser pflegen. Öfter mal mit einem Tuch die Puder- und Schimmerreste abwischen, die diversen Lippenstift und Eyeliner Kappen immer mal reinigen und mir so einen wirklich schönen Platz schaffen, an dem es Spaß macht sich zu schminken und der mich alles im Überblick behalten lässt. 

Wenn alles etwas hübscher ist, kommt definitiv noch ein Foto von meiner neuen Meditationsecke und meine Tasche kann sich endlich mal ein wenig erholen von den Strapazen der letzten Jahre.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Der Preis ist heiß!

Über Geld spricht man bekanntlich nicht - nach Gehältern fragt man nicht, teure Handtaschen nimmt man zur Kenntnis - Luxusgüter jeglicher Art sind in der Regel tabu, denn auch wenn man sich bestimmte Dinge leisten kann, will man nicht mit konkreten Zahlen um sich werfen.

Für mich ist ein schöner Aspekt von Blogs, dass genau diese Regel wegfällt. Endlich ein Platz wo man Zahlen sprechen lassen kann, wo Gleichgesinnte ebensolche Summen aufbringen für die schönen Dinge des Lebens wie man selbst und man sich nicht rechtfertigen muss für seine Hobbies.
Mir fällt aber immer öfter auf, dass diese Transparenz, die mir persönlich gerade bei Hauls gefallen hat, immer öfter außen vor gelassen wird. Selbst bei kleineren Einkäufen und "großen Schnäppchen" werden die Preise weggelassen. Warum? Da kann ich nur mutmaßen.
Vielleicht, weil nicht alles selbstgekauft, also gesponsert wurde?
Verbieten einem Firmen über Preise zu reden?
Vielleicht, weil es missgünstige Kommentare gegeben hat/geben könnte?
Vielleicht, weil es jetzt auch online unangemessen ist über Geld zu reden?

Ich bin zwar selbst weit entfernt davon mir teure Stücke leisten zu können und zu wollen, aber auch ich freue mich für Blogger, die stolz ihre Schmuckstücke zeigen, für die sie gearbeitet haben und bei denen sie lange überlegt haben, ob "das den wirklich sein muss". Für diese Truppe von Leuten sind die Teile dann was ganz besonderes und das merkt man als Leser, weil sie oft und gerne wieder in Posts auftauchen.
Aber ich gebe auch zu dass mir bei wieder anderen die linke Augenbraue nach oben rutscht, wenn sie wortlos beim Outfit des Tages wechselnde Luxusteile wortlos in die Kamera halten. Auch wenn es sich um besondere Stücke handelt, schreit es für mich Überfluss und Geringschätzung.

Transparenz und Ehrlichkeit sind mir merklich wichtiger geworden bei den Blogs, die ich folge, die Offenheit zu sagen "Jup, dieses sündhaft teure Teil hab ich mir gegönnt, und ich liebe es!", genauso wie "Das hab ich zwar geschenkt bekommen, ich mag es, hätte es mir für den Preis aber nie selbst gekauft.". 

Sonntag, 7. September 2014

mein wirklich minimal kosmetisches Reisetäschchen

Eine Woche habe ich versucht wirklich von einer Kleinstmenge Make-up zu leben, denn ich merkte vor einiger Zeit, wie unwohl ich mich ohne Foundation auf meiner derzeitigen Problemhaut fühle und dass ich auch wenn ich meinen Nägeln mal eine Auszeit gönnen möchte, kurz danach von herumstehenden Nagellacken wie magisch angezogen werde und schwups sind die Nägel wieder bunt (sofern violett als bunt zählt). Zu Hause funktioniert das nicht; die Versuchung lauert überall.
Eine Woche auf Achse bot sich für so ein Experiment an. Ich hatte mir nur noch den letzten Rest meiner Foundation eingepackt (nach zwei Anwendungen war Schluss), auf Concealer konnte ich weitestgehend verzichten, ein Rouge (ohne ging's wirklich nicht), meine Allzwecklidschatten habe ich nicht wirklich benutzt (lediglich für die Brauen kam es zum Einsatz), ein wenig Farbe für die Lippen war unerlässlich,wasserfeste Wimperntusche (einmal benutzt) und ein Nagelöl, das ich fast jeden Tag benutzt habe.

Meine Haut durfte sich auf eine Extraportion Zink und Öl freuen in der Hoffnung sich vielleicht mal wieder beruhigen. Bei der restlichen Körperpflege habe ich mir Proben eingepackt ( und wieder einiges leer gemacht) - mein Wille war wirklich eisern.

Das Fazit fällt allerdings eher nüchtern aus:
+ Es ist unbestreitbar praktisch, wenn man morgens nach der Gesichtswäsche fast sofort aus dem Haus springen kann und man sich die Zeit zum an und entschminken morgens und abends komplett spart.
- Aber meine Posier-Bereitschaft sinkt dadurch drastisch und ich habe mich wann ich konnte aus dem Bild gedreht, hinter Leuten versteckt oder den Wind ohne Widerstand die kompletten Haare in mein nacktes Gesicht wehen lassen.
+/- Am Zustand von Haut und Nägeln hat sich null getan. Da hätte ich mir mehr erwartet und die Motivation weiter darauf zu verzichten ist entsprechend groß.

Einen Versuch war es trotzdem wert und zumindest habe ich Platz in meiner Reisetasche gespart.

Donnerstag, 28. August 2014

outfit of the night: RATSCHhhhhhhhhhhhhhhhhhh

Das ist der Stoff aus dem meine Träume sind, Pardon, waren. Meine liebste Pyjamahose ist nicht mehr. Einmal falsch hingesetzt und schon kam dieses Geräusch, das man nie bei seinen Wohlfühlkleidungsstücken hören will. Der Stoff ist so dünn geworden, dass er aufriss. 
Dabei hatte gerade diese Hose die besondere Fähigkeit, dass sie mich sobald ich sie an hatte, in Wohlfühlmodus bringen konnte. Mit ihr habe ich mich selbst in der Fremde heimisch gefühlt. Und viele schöne Filmabende verbracht.
So ein ganz besonders Kleidungsstück hat sicher jeder zu hause, ob das nun eine schlabberige Jogginghose ist oder ein ausgeleierter Pulli, oder wie bei mir eine zerschlissene Schlafanzughose.

Ich werde die Überreste der Hose noch ein wenig anstarren, mir überlegen ob ich noch was sinnvolles daraus machen kann und sicher zu dem Schluss kommen, dass sie in den Müll gehört.

Meinen lieben Lesern wünsche ich hiermit, dass sie sich nie von ihren ganz speziellen Stücken trennen müssen. 
Schlaft gut.

Donnerstag, 21. August 2014

im Produktrausch

Ich möchte endlich etwas Ordnung schaffen: lange Zeit habe ich Pröbchen gehortet ohne Sinn und Verstand, Shampoos und Cremes haben sich durch Abo-Boxen/Gewinne und Geschenke getürmt und ich habe gemerkt, dass ich "minimal Make-up" vielleicht bei dekorativer Kosmetik durchziehe, aber beim Rest eher schlampig bin.
Deswegen ist es zur Zeit meine Aufgabe Pröbchen rigoros aufzubrauchen (die wurden leider nicht in meiner Inventurliste erfasst) und jede Woche kurz in meine zwei DM Boxen, die mit Pflege gefüllt sind, zu werfen um mir wirklich bewusst zu machen was ich noch habe und mir auf keinen Fall kaufen muss (Shampoo, Duschgel, Fußcreme, Lippenbalsam,...drum führe uns nicht in Versuchung).
Ich hoffe, dass ich bald auf solche Kisten verzichten kann und mich mich nur noch mit den Sachen umgebe, die ich gerade nutze. So kann ich mich dann im Falle eines Produkttests oder einer Neuanschaffung auch gleich mit der entsprechenden Sache befassen und schiebe sie nicht ewig vor mich hin. Das kommt also nicht nur mir, sondern auch dem Blog zu gute.

Irgendwie bin gerade wieder in einer Phase in der ich mich fühle als würden mich die ganzen Sachen erdrücken. Mittlerweile kenne ich das schon von mir und ähnlich wie beim Klamottenausmisten überkommt mich das gelegentlich ich da muss dann auch wirklich ausgemistet, angerissen, verschenkt und weggeworfen werden oder ich fühle mich unwohl. 

Die Pröbchen im oberen Bild sind übrigens komplett aufgebraucht und ich konnte bestimmt 2 Wochen davon "leben"(ganz schön ergiebig die Sammlung). Einige sind noch in der Kiste, ich hoffe bis Ende des Jahres alles überschaubar zu machen.

Mittwoch, 13. August 2014

Fotokomplexe, Fotoqualität und Blogger mit über-realen Fotos

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mit einer eher simplen Kamera Fotos für meinen Blog mache und nicht selten habe ich mich ein wenig geärgert, dass ich deswegen manche Sachen nicht so gut ablichten kann und dass eine richtig geile Kamera schon was feines wäre (mit Objektiven und Lichtquellen und allem Pipapo).

Gerade bin ich dabei einige meiner neuen Paletten abzulichten und ich komme dabei merklich an die Grenzen der Kamera. Natürlich könnte ich die Hölle aus meinen Fotos photoshoppen, aber das verfälscht meiner Meinung nach die Bilder und bringt letztlich ja auch keinem was.

Um mich ein wenig abzulenken und Inspiration zu tanken, schaute ich kurzerhand auf andere Blogs, die die gleiche Palette vorgestellt haben und war teilweise geschockt wie anders die Farben jeweils rauskamen. Das war definitiv nicht das Produkt, das da vor mir lag.
Beim hin und her schauen zwischen Bildschirm und Palette wurde mir fast schwindelig. Vielleicht ist meine Realität ja einfach unnormal schlecht ausgeleuchtet und nicht farbecht?

Den Wunsch nach neuem Equipment lege ich damit erst einmal ad adcta. Ich fotografiere lieber mit gutem Gewissen das was ich wirklich sehe, als überbrilliante Produktfotos zu schießen, die unnötig viele Leute verleiten, etwas zu kaufen, von dem sie hinterher enttäuscht sind.


Das sieht vielleicht nicht so gut aus, aber das ist gut so.

Wie seht ihr das?


Edit: Das passt gerade super zum Thema (x). Allerdings finde ich die Überschrift "mutige Bloggerin" fragwürdig.

Dienstag, 21. Januar 2014

In case of emergency, take my handbag

Vor langer Zeit hatte mich Sunnivah (x) gebeten zu zeigen was ich so tagtäglich mit mir in meiner Handtasche herumtrage und dem will ich heute nachkommen.
In meiner Familie und in meinem Freundeskreis hat meine Handtasche mittlerweile einen hohen Stellenwert, da ich eigentlich immer alles dabei habe. Also nicht erschrecken:

Donnerstag, 15. August 2013

Let´s do the time warp again!

Die Vergangenheit ist so anders als man meint sich daran erinnern zu können.

Letztes Wochenende war es soweit, die Briefe, die meine Cousine und ich uns vor über 10 Jahren geschrieben hatten, wurden geöffnet (eigentliches Datum wäre der 12.12.2012 gewesen, aber Bodenfrost war uns damals nicht in den Sinn gekommen).

Und mein Gott, wie war ich denn da drauf?  Das was so der O-Ton von uns beiden. Während das alte-ich meiner Cousine auf 5 Seiten schon peinlich oft nach Kindern und Familie fragte, war mein Ich irgendwie abgeklärt, stellte die richtigen Fragen und hat mich manchmal ganz schön zum Lachen gebracht. Damit hatte ich nicht gerechnet. In meiner Erinnerung war das ein liebes, verträumtes Kind, das sich nur vorstellt, wie sie mit Kind und Kegel in einem Reihenhaus wohnt.
Kurzum - ich hatte den langweiligsten Brief der Welt erwartet und wurde (von mir selbst) eines Besseren belehrt.
..scheinbar mochte ich Ausrufezeichen.
Schon komisch oder? Ich selbst habe den Brief schließlich irgendwann verfasst, konnte mich nach all den Jahren aber nur noch an ein Detail erinnern (Justin Berfield heiraten und in Kalifornien leben) und war mir klar, dass der Rest ja nicht so besonders interessant sein konnte.

Wir haben auf jeden Fall herzlich gelacht und werden dann im September die nächsten Briefe für die kommende Dekade verfassen, obwohl wir das vor dem Öffnen nicht geplant hatten. Aber irgendwie ist es dann zu cool gewesen zu lesen, was man damals so für ein Mensch war und was man für absurde Vorstellungen an das 10 Jahre ältere Ich hatte.

Freitag, 28. Juni 2013

Heiteres Produkte-Raten: die Ekel-Edition

Links hätten wir Schmierblutung im Hause Garnier, rechts Edward Cullens Nasen(haar)schleim. Ganz ehrlich? So ein bisschen vergeht es einem da schon sich der Körperpflege hin zu geben.
Kernseife sieht nie so aus nach mehrfachem Benutzen.

Die Auflösung um was es sich hier zum Henker handelt kommt in meinem Post zu aufgebrauchten Produkten. Vielleicht will sich wer versuchen, oder hat die gleichen Sachen daheim?

Montag, 8. April 2013

These Boots Are Made For Walking

Heute möchte ich euch mal vorgaukeln, dass ich total viel von Schuhen verstehe.
Als Frau, die ständig über die neusten Trends im Bilde ist, und natürlich euer aller Fashionista Number One, ist es quasi meine Pflicht auch mal über die Fußbekleidung zu bloggen (x).

Nein, aber im Ernst. Schuhe sind für mich vor allem eins: eine Investition für die nächsten paar Jahre.
Dadurch dass ich mit Größe 41 auf vergleichsweise großem Fuß lebe, hatte ich auch als ich jünger war, meist nicht die große Auswahl und habe mir die Ratschläge meiner Mutti angenommen (sie hat Größe 42); nämlich, dass ich mir am besten Modelle heraussuche, die in gewissem Maße zeitlos sind (Schade, also keine rosa Lelly Kelly Blinker-Sneakers - der Fakt dass ich den Namen samt Jingle und Tv-Werbung gerade in meinem Kopf habe, gibt mir zu denken) und von denen ich mir vorstellen kann, dass sie mir auch in einem Jahr noch gefallen.
Aufgewachsen mit diesem eher praktischem Ansatz, haben Schuhe einfach nie eine besonders große Rolle für mich gespielt... später als ich während meines Auslandsjahres in Shanghai doch an etwas modischeren Modellen interessiert war, wurde ich teilweise sogar ausgelacht wegen meiner großen Füße und shoppte fortan in der Männerabteilung.

So ist das Leben.

Als ich dann wieder in Deutschland war, ist mir erst einmal bewusst geworden, was ich hier für Möglichkeiten habe. Klar sind auch hier nicht immer die Modelle in meiner Wunschgröße vorhanden, aber erstens gibt es viele Ausweichvarianten und zweitens bin ich nicht allein mit dem Problem.

Das voran geschoben möchte ich mit diesem Eintrag bei einem Bloggergewinnspiel von I´m walking teilnehmen - im Idealfall gewinnt man 300€ zum Verprassen im Shop.

Bronx Bikerboots
Bedingung dafür ist die Vorstellung meiner Lieblingsschuhmarke auf I´m walking und da kommt für mich eigentlich nur eine Marke in Frage: nämlich Bronx.

Letztes Jahr zu Weihnachten habe ich Winterstiefel von ebendieser Marke bekommen und die haben sich wirklich bezahlt gemacht! Der anhaltende Winter lässt mich zur Zeit nur manchmal wünschen, dass ich Wechsel-Stiefel hätte. Wobei ich wetten möchte, dass sobald ich mir welche bestelle, der ganze Schnee schmilzt und ich dann mal lieber in Converse oder Sandalen investiert hätte. 

Aber jetzt in diesem Moment schneit es wieder heftig und ich glaube ich würde im unglaublichen Fall eines Gewinns wieder Stiefel bestellen. Die hier gefallen mir zum Beispiel richtig gut (oder mag die mir wer einfach so kaufen? :3 ) und von Lico habe ich bisher nichts gehört - also ... ich würde auch durchaus abenteuerlich sein und neue Marken erkunden.
Mit 300€ kann man so einiges anstellen.
Lico Stiefelchen

Und vielleicht wird auch eine bloggende Leserin durch diesen Eintrag angehalten an diesem Gewinnspiel teil zunehmen und gewinnt. Das würde mich auch freuen ( ich bin nämlich immer misstrauisch bei so was und wenn jemand den ich "kenne" gewinnt, gibt mir das vielleicht den Glauben an von Firmen ausgerichtete Gewinnspiele zurück ).

Sonntag, 24. Februar 2013

"There is only one cure for gray hair.

It was invented by a Frenchman. It is called the guillotine."
(P.G. Wodehouse)

Wo soll ich anfangen? Ich habe heute sage und schreibe 3 weiße Haare auf meinem Haupt entdeckt. Irgendwie war ich sowohl erschrocken, als auch fasziniert und habe sie dann mit einer Pinzette chirurgisch entfernt. Weil es erstens scheiße aussieht und zweitens weil ich sie vor mir liegend noch einmal genau begutachten wollte.
Schließlich schieben einige solche Sichtungen ja gerne auf die Lichtverhältnisse im Raum (wer´s glaubt) und das wollte ich einfach ausschließen können.
Tatsächlich sind das 3 schlohweiße Haare. Eigentlich ganz hübsch anzuschaun und je öfter ich vor mich hin sage, dass es "weiße Haare" sind, desto weniger schlimm finde ich das alles, auch wenn ich finde, dass ich mit 25 einfach viel zu unerwachsen bin für solch weise weiße Haarfarbe, denn schließlich denkt man (zumindest ich) dabei in erster Linie an Gandalf und Dumbledore und vielleicht auch Einhörner.
Graue Haare hingegen sind Vorbote des (unschönen) Verfalls. Sie erinnern an Ziegen, Landstreicher, Filz oder kratzige Pullover. Graue Haare. Das Grauen. Ich bin da auch maßgeblich von meiner Mutti geprägt worden, denn sie hatte mir vor Jahren schon offenbart, dass sie selbst mit anfang 20 schon grau war. Das Damokles Schwert baumelt also schon eine Weile über meinem Kopf ähh, über meinen Haaren.

Ich hatte Zeiten, da war ich deswegen regelrecht paranoid: fragte Frisöre ob sie etwas entdeckt hätten oder stand vor dem Spiegel und untersuchte Scheitel für Scheitel meine Ansätze.
Irgendwann war es mir dann wieder egal. Ich bin mir sicher, dass viele Mädchen/ Frauen zwar schon graue bzw. weiße Haare haben, es aber wegen der 14-tägigen oder monatlichen Haarfärbung gar nicht merken.
Es gibt ja immer noch Schwarzkopf, Syoss, L´oreal und wie sie sonst alle heißen. 

Am schwierigsten an dieser Typveränderung und das nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich, ist der Übergang. Man stelle sich zwei Mitzwanzigerinnen vor: eine mit weißem/platin blodem Gwen Stefani Haar (trendy, mutig, und mit Sicherheit sehr schädigend für die Haare) und daneben eine mit dunkelbraunem Haar, in dem graue und weiße Haare hervor blitzen ("die muss älter sein, als sie aussieht"). Ich würde im Nu zwei sehr unterschiedliche Meinungen formen. Und das in wenigen Sekunden.

Erschreckend ist also weniger das Endresultat, sondern der Weg dahin.
Ich glaube es wäre für viele Menschen angenehmer mit einem Mal die ganze Haarpracht komplett weiß oder grau zu haben, als jedes Jahr mehr und mehr dieser Genossen zu begrüßen.
Aber so läuft das leider nicht. Und so schließe ich, wie ich angefangen habe mit einem schönen Zitat:


It's a hard thing to age a character because you can't really suddenly give someone gray hair. 
 (Alison Bechdel)

Freitag, 11. Januar 2013

Lach mal wieder #14: Don´t let me be Miss Understood

Gerade bin ich über Blog dein Buch auf die Aktion von vorbeireden.de gestoßen, bei der man über Missverständnisse aller Art berichten kann.
Natürlich sind besonders die, die im Zusammenhang mit verschiedenen Sprachen entstehen besonders interessant und lustig und ich habe mich die letzten Tage versucht mich an irgendwas zu erinnern, dass in diese Sparte passt, dann fielen mir folgende Situationen ein:

1. Ein Freund war auf einer kleinen Feier mit deutschen und amerikanischen Freunden und die Unterhaltungen gingen natürlich querbeet. An einem Punkt kam die Unterhaltung auf Musik und Musikinstrumente, worauf einer der Deutschen verkündete er spiele "bass faggot". (googelt es, falls ihr der Vokabeln nicht mächtig seid!! xD Ihr werdet es nicht bereuen!)
Mich zerreißt es jedes mal von neuem. Die Amerikaner sollen sehr amüsiert gewesen sein.

2. In der 6ten Klasse im Englischunterricht zum Thema Halloween meinte meine Lehrerin: "...the Americans buy lots of pumpguns to celebrate this holiday."

3. Meine Mitbewohnerin ging mit einer Kommilitonin für ein Semester zum Studieren nach Australien. Dort mussten sie unter Anderem Vorträge in Englisch halten. Die Kommilitonin sagte folgendes: "I will keep it short and pregnant."

4. Der absolut drolligste Moment meines Lebens passierte in einem chinesischen Supermarkt. Ich stand an der Kasse und wartete, bemerkte einen kleinen Jungen (etwa 5 Jahre alt), der mich anstarrte und grüßte ihn ("Ni Hao"). Er war etwa eine Sekunde lang geschockt und fragte mich direkt nach meiner Nationalität, worauf ich ihm sagte, er sollte raten. Wie aus der Pistole geschossen kam die Antwort: "Du bist Amerikanerin!" (Ausländer + weiß = Ami) Ich hab meinen Kopf geschüttelt und gesagt er solle weiterraten. Der Junge war eine gefühlte Ewigkeit still und schien sich das Hirn zu zermartern. Ich war kurz davor ihn zu erlösen (man will ja auch keine bleibenden Schäden bei kleinen Kindern hinterlassen), als er auf einmal wie erleuchtet aufschaute. Triumph im Gesicht geschrieben und er meinte voller Stolz: "Na, dann musst du Chinesin sein!"
Ich war so verdutzt, dass ich keine Gelegenheit hatte etwas zu sagen, bevor der Opa des kleinen ihn wegzog und sich für die Belästigung entschuldigte.


Englisch scheint wirklich eine prädestinierte Missverständnissprache zu sein. Oft genug sind es vermeintlich einfache Worte, die sich als "false friends" entpuppen, aber wenn es ausgesprochen wurde, ist es auch schon zu spät...

Mittwoch, 2. Januar 2013

Jahresabschlussinventur 2012

Bei Beautybutterflies bin ich über eine gute Idee gestolpert: eine Bestandsaufnahme aller Kosmetika. Nur reicht mir das nicht, wenn ich so in meinen Schrank schaue und erweitere die angefangene Liste um Pflegeprodukte und alles was Frau sonst wahrscheinlich im Übermaß rumliegen hat. Ich bin schon richtig gespannt wie sich der Bestand verändert haben wird im nächsten Jahr.

dekorative Kosmetik
 
Lipglosse: 4
Lippenstifte: 22
Highlighter: 1
Blushes: 16
Concealer: 6
Puder: 2
Foundation: 3
Face Primer: 4
Mascara: 2
Eyeliner: 13
Augenbrauen Produkte: 3
Einzellidschatten : 28
Creme Lidschatten : 9
Lidschatten Base: 2
Pigmente: 11
Paletten: 7 

Pinsel: 35
Nagellack: 67
Parfum: 6

Pflege

Gesichtscreme: 17
Gesichtsreinigung: 9 
Shampoo: 15
Spülung: 15
Lippenpflege: 5
Bodylotion: 5 
Handcreme: 3
Duschgel: 8
Fußcreme: 4
Augencreme: 3


Besonders schlimm sind für mich die 5 Bodylotions, obwohl ich so was gar nicht benutze. 
Auf meine Nagellacksammlung muss ich auch ein bisschen achten. Das ist ganz schön ausgeartet dieses Jahr.

Samstag, 29. Dezember 2012

ein märchenhafter Tag

Jetzt wo noch ein bisschen Weihnachtsstimmung vorhanden ist, möchte ich eine Ausstellung empfehlen, die ich gestern besucht habe: die 3 Haselnüsse für Aschenbrödel Winterausstellung (10.11.2012- 3.3.2013) auf der Moritzburg (nahe Dresden).
Der Ort kommt nicht von ungefähr, denn genau dort wurden die meisten Schlossszenen gedreht. Perfektes Ambiente also für Requisiten und Kostüme.

Neben nachgestellten Szenen mit eher gruseligen Mannequins gab es auch viele Schautafeln mit Informationen zu den Schauspielern und den Leuten hinter der Kamera.

Für mich waren natürlich die Originalkostüme am Interessantesten. Vor allem dem Ballkleid in rosa und blau fieberte ich regelrecht entgegen. Dieses war zusammen mit dem Outfit des Prinzen ausgestellt. Leider trugen wieder Puppen die Sachen (ich mag so was einfach nicht), und der Raum war leider sehr klein, sodass man kaum einen Schritt nach hinten gehen konnte (ohne Fremden auf die Füße zu treten) um das Kleid wirklich zu bewundern.

Schmerzlich habe ich im Souvenirs Laden eine Strumpfhosenabteilung vermisst. Der Film lebte schließlich von der Strumpfindustrie, aber vielleicht leite ich das einfach mal weiter an die Moritzburg. Ich hätte mir nämlich ohne mit der Wimper zu zucken einige Exemplare gekauft.

Wie man sehen kann, hatten wir tolles Wetter gestern, auch wenn es etwas kalt war. Angestanden haben wir etwa 40 Minuten, man hätte aber auch Karten im Netz vorbestellen können um dies zu umgehen.
Die Preise am Ticketschalter vor Ort waren okay: Erwachsene 7€ und Ermäßigte 3,50€ (Fotoerlaubnis gesondert).

Für etwas weiter weg Wohnende und größere Gruppen könnte es sich lohnen Karten vor zubestellen, da man so sicher sein kann, dass man zur gewünschten Zeit direkt rein kommt. Die Burg zieht nämlich viele Menschen an, sei es aus Deutschland, Tschechien oder Russland. Es kann also recht überfüllt werden und mit langen Wartezeiten verbunden sein, die bei schlechtem Wetter schmerzhaft sein können.

Alles in Allem ein wunderschönes Ausflugsziel das mich richtig verzaubert hat und ein Muss für alle Aschenbrödelfans. :)

Samstag, 15. Dezember 2012

Ich neugieriges Stück!

Auch dieses Jahr war ich wieder beim Xmas Wichteln dabei und konnte mir nachdem meine Wichtelpartnerin gut zugeredet hat, einfach nicht widerstehen.

Lustigerweise haben wir uns gegenseitig gezogen. Ich war doch sehr erstaunt, als ich auf dem Paket, den gleichen Absender gefunden habe, den ich auch auf mein abgeschicktes Geschenk geschrieben hatte. So ist das manchmal.
wunderschönes Papier~

Auf jeden Fall hätte ich es kaum besser treffen können, denn nicht nur war mein Wichtel sehr zuverlässig (am 17. war spätestes Verschickdatum), nein sie hat meinen Geschmack auch ziemlich gut getroffen:

Besonders angetan hat es mir natürlich der Misslyn Lack in "moon holiday" den ich tatsächlich in der Hand hatte, aber dann doch nicht gekauft hab! Lackiert wurde er auch sofort. Das Tragebild kommt dann morgen.

Das Weihnachtswichteln kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen! Das war das 2te Jahr an den ich teilgenommen habe und ich wurde auch dieses Mal absolut nicht enttäuscht (letztes Jahr).

Mittwoch, 31. Oktober 2012

..weil das Gras immer grüner auf der anderen Seite ist.

In letzter Zeit bin ich recht häufig über Einträge und Videos deutscher Bloggerinnen gestolpert, die sehnsüchtig nach Amerika blicken und auf die Art und Weise wie Beauty Bloggerinnen dort mit Produkten und Zusammenarbeitsanfragen überschüttet werden.
Hach, wäre es nicht schön wenn die deutschen Firmen es ihren Amerikanischen Geschwistern gleich tun würden?

Ich bin mir da nicht so sicher, denn Probleme bringt das auch mit sich und das nicht geringfügig.
With great power, comes great responsibility.
Es scheint schwer zu sein das alte Ich zu bleiben, das die Abonennten liebten, wenn plötzlich High-End-Marken jeden Tag Päckchen und Liebesbekundungen vor der Tür lassen.
Als Überschüttete wird man den Übergang wahrscheinlich nicht einmal mitbekommen, aber für Abonennten ist das nichts unerhebliches und wird dann auch schnell kommuniziert. Und das gelegentlich heftiger.
Schnell fängt man dann an Kommentare zu löschen und stark zu moderieren, verliert sich und die durchaus gut gemeinte Kritik.
Den Kommentierern stinkt das und das zieht Kreise; bevor man sich versieht, ist einem wahrscheinlich auch das egal.
Was zählt sind Klicks und das Interesse der Firmen.
Und schwupps ist man zum lebenden Werbewerkzeug geworden ohne es richtig zu merken oder merken zu wollen. Ideale, die einem noch vor Jahren wichtig waren (und traurigerweise im Netz dokumentiert), werden über Bord geworfen und regelrecht verraten. Und dann sollte man es als popeliger Abonennt nicht einmal wagen einen Pieps darüber zu verlieren.

Das geht schneller als man denkt und ehrlich gesagt, bin ich froh, dass selbst die großen Blogger hier noch nicht in diese Richtung beworben werden.
Es kann den Charakter nämlich wirklich versauen. Muss nicht, aber die Chancen stehen gut.

Freitag, 5. Oktober 2012

Das sind Dinge von denen...

Gestern bin ich über ein paar recht merkwürdige Produkte gestoßen, die das Leben eines Kosmetik-affinen Menschen erleichtern sollen.

Who invented this?


Ich bin immernoch recht fasziniert von diesen Sachen. Wer denkt sich so was aus?
Nicht mal ansatzweise würde ich solche "Helfer" wollen.
Die Rouge- und Augenbrauenschablone sind absolut schräg. Augenbrauen sollten individuell sein; ich wette 90% der Weltbevölkerung sähe mit diesem Modell ulkig aus. Und bei dem Rouge-Helfer ist das wohl ähnlich: manche mögen Apfelbäckchen, andere pudern in Dreier-Bewegungen.
Die Clips sind ein guter Ansatz aber ich könnte jetzt schon sagen, dass wenn ich die benutzen würde, hätte ich am Ende Abdrücke von der Unterseite der Clips im frisch bepinselten Lack.
Prädikat: unpraktikabel.

Nichtsdestotrotz hat es mich sehr in den Fingern gejuckt, diese absolut nutzlosen Sachen zu bestellen.
Versteh das einer...

Donnerstag, 6. September 2012

irgendwas zwischen Kaufrausch und Totalverzicht

Derzeit weiß ich nicht so richtig was los ist mit mir:

ich lade mein virtuelles und reales Einkaufskörbchen voll, nur um im nächsten Moment alles wieder an seinen Platz zu stellen. Vor einer Stunde dachte ich: "Scheiß drauf! Jetzt kaufste mal richtig ordentlich im Douglas Online Shop ein!" Tiegel um Pinsel um Rouge landeten in dem Warenkorb und dann als ich "alles" hatte: "Eigentlich brauch ich grad gar nichts."

Es raubt mir meine Zeit und meine Nerven. Liegt das am Wetter?


Montag, 27. August 2012

Im H&M ne 38, im Tally Weijl ne XXL?

Ja, die verfälschten Bilder von Frauen im TV und in Zeitschriften, lassen viele denken, sie wären dick. Bei mir fällt das schon lange nicht mehr ins Gewicht. Ich habe zu viele Photoshop vorher/nachher Vergleiche gesehen, zu viele Röllchen und Cellulite Stampfer in den Magazinen meiner Oma. So was glaube ich schon lange nicht mehr.

Dünne Frauen in der Werbung sind wie der Weihnachtsmann und der Osterhase.

Was mich vor kurzem ins Grübeln gebracht hatte, war ein Erlebnis in der Umkleidekabine von Tally Weijl (oder wie man das auch immer schreibt). Eigentlich gehe ich nie in den Laden, weil ich von der Musik da drin schon im Vorbeigehen Kopfschmerzen bekomme, aber an dem Tag, lief nur die hiesige Radiostation und ich wagte den Schritt hinein. Hätte ich das mal nicht gemacht: ich passte verdammt noch mal, weder in eine M, noch eine L, noch eine XL. Und dabei habe ich eigentlich immer eine stete 38. Egal wo ich einkaufe.
Die Bluse in besagtem Laden, sperrte über meinen Minibrüsten auf, die kurzen Ärmel wollten nicht über den Ellenbogen rutschen. Kurzum: ich fühlte mich wie der unglaubliche Hulk.

Es ist nicht so, als hätte ich das noch nicht erlebt. In meinem Auslandsjahr in China, gab es solche Situationen schon, denn die Kleidung ist gelegentlich für sehr zierliche Oberarme gemacht, jedoch hat das spätestens bei einer XL trotzdem gepasst (und ich war mental darauf gefasst).
Das jetzt in Deutschland zu erleben war schon heftig.

Bekleidungsläden, insbesondere -ketten, üben einen großen Einfluss auf die Psyche aus. Ich habe mich in dem Moment, als ich mich fragen musste, ob es wohl eine XXL an den Hängern gab, unsagbar dick gefühlt, obwohl ich mein Gewicht und wie das alles so verteilt ist, eigentlich mag. Klar man könnte da immer was verbessern, aber ich befinde mich mit meinem 23er BMI im absolutem Mittelmaß, kann mich frei bewegen und bis zu dem Punkt, konnte ich auch immer die Kleidung kaufen die ich mochte.

Es hat mich wirklich deprimiert. Ich bin wieder raus mit hängendem Kopf und hab die Blusen wieder hingehängt.
Danach war ich kurz im H&M und probierte etwas an: hier passte mir dann plötzlich sogar die 36!
Versteh das einer.



In diesem Sinne: F*** dich, Tally Weijl. Bei dir geh ich nie wieder einkaufen! Meine Fettschwabbelarme verpacke ich lieber in H&M und Konsorten, die wissen mich zu schätzen.