Montag, 14. Mai 2012

16.189 Seiten

... und somit der Kern meiner Laufbahn als Leseratte befindet sich auf einem bombensicheren Regal (danke, Vati) und wenn ich die Buchrücken nur lese, wird mir bewusst, was für einen tiefen Einblick in einen Menschen man nur durch seine Bücher von ihm bekommen kann.

- Denn du bist, was du liest.


Die ersten Bücher die ich "außerschulisch" in die Hand genommen habe, waren die, die mein Vater in seinem Regal hatte. Ein Sammelband von Edgar Allen Poes Geschichten, von denen ich wenig verstand, mich aber durch sie hindurch quälte, da das komplizierte Vokabular für mich nur bedeuten konnte, dass es sich hier um eines der besten Bücher der Welt handeln musste. 
Danach kam Stephen King. Ich werde, wenn ich einmal Kinder habe, darauf achten, dass die solche Literatur nicht in die Hände bekommen. Das war teilweise schon recht verstörend, aber auch das hat mich zu dem Leser gemacht, der ich jetzt bin und King ist mit Abstand der Autor, von dem ich die meisten Werke gelesen habe.
Danach wandte ich mich endlich Kinderromanen ("Hanni und Nanni") zu und später der typischen Jugendliteratur ("die Wolke", "Engel und Joe"); ab und an einen King Roman, konnte ich mir nicht verkneifen.

 Ich verschlang Bücher regelrecht. Mein Wunsch und Drang mehr und mehr Bücher zu lesen, konnte durch den Kauf von Romanen nicht mehr befriedigt werden (auch weil ich ein recht überschaubares Taschengeld hatte) und somit wurde ich sehr früh, stolze Besitzerin einer Bibliothekskarte.

Irgendwann gab es sogar ein Phase in der nur Bild Bände (ausschließlich vom Taschen Verlag) mein Herz höher schlagen ließen.
Ich war von der Literatur zur Kunst gerutscht, aber mit dem sich ausweitendem englischen Wortschatz, der nach der 8ten Klasse kam, wollte ich, nein musste ich Romane nur noch in ihrer Originalsprache lesen! Der Versuch dies auch auf meine eher spärlichen russisch Kenntnisse auszudehnen schlug allerdings fehl.

Noch heute wartet die "Russendisko" drauf von mir gelesen zu werden.

Ich wurde wieder offener für Literatur in allen Formen und Farben. Comics, Graphic Novels und Manga waren für mich genauso wertvoll, wie Romane und Biografien.
Eine besondere Buchserie, die mich damals sehr getroffen hat war "Barfuß durch Hiroshima". Eine Mangareihe, in der der Autor biographisch die Erlebnisse zum Abwurf der Atombombe aufarbeitete. Bis heute sind diese Bücher die einzigen Manga, die meine Mutti gelesen hat, und bei der sie, ebenso wie ich, einfach nur hemmungslos geweint hat.

Mit dem Schulabschluss, las ich aus unerfindlichen Gründen weniger, aber es fehlte mir, wenn ich es auch nicht gleich bemerkte und mittlerweile setze ich mir jedes Jahr aufs Neue das fast lächerliche Ziel 100 Bücher zu lesen.
     Und ich brauche das. Diese kleine Liste, die mich anspornt weiter zu lesen, und immer irgendeine Lektüre mit mir zuführen um so nahe wie möglich an die Einhundert zu kommen.

Kommentare:

  1. Lesen ist eine tolle Sache. :) Ich bin auch ein kleiner Buchsuchti...

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    1. Dann träumst du bestimmt auch von deiner eigenen kleinen privat Bibliothek? :D

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  2. Ich führe auf meinem Blog auch eine Liste meiner gelesenen Bücher, einfach um herauszufinden, wie viele ich denn innerhalb eines Jahres schaffen kann.
    Da sollte ich mich doch gleich mal wieder ransetzen.

    Dein Regal sieht übrigens sehr beeindruckend aus ;)

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    1. Danke :D auch wenn ich gelegentlich Angst bekomme, dass es mir um die Ohren fällt.

      Bücherlisten sind so ziehmlich das tollste auf der Welt :)
      deine werd ich auch gleich mal suchen und ausspionieren.

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  3. Mit Steven King ging es mir genauso.
    Das erste was ich aus Papas Bücherregal gegrapscht habe war "Friedhof der Kuscheltiere".
    Sagen wir es mal so... es war prägend ;-)
    Die heutigen King-Bücher können mich ehrlich gesagt nicht mehr begeistern, aber den Klassikern kann man kaum etwas entgegensetzen - zumindest und diesem Genre.

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    1. Im Ernst??? Bei mir war es auch der "Friedhof der Kuscheltiere"!! und danach "Stark" und "das Spiel". Diese Klassiker kann man nur lieben.
      Ich geb dir da teilweise wirklich Recht. Es gibt wirklich einige ungute Bücher von ihm (z.B. Puls), andere haun mich aber auch um, wie "the Dome" oder sein letztes Buch mit Kurzgeschichten. :) Ich bin aber definitiv kritischer geworden was seine Werke angeht.

      Danke fürs vorbeischaun :)

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